KOMET

ANSATZ

Die Aufgabe eines demografischen Umbaus

der Siedlungsgebiete und der Infrastruktur wird in den Kommunen nur zögerlich angegangen und von der Bürgerschaft bislang kaum aktiv unterstützt. Doch die nachhaltige Entwicklung in den von Schrumpfung betroffenen Kommunen benötigt als einen zentrale Ressource das volle zivilgesellschaftliche und bürgerschaftliche Engagement sowie kooperatives und partizipatives Denken und Handeln in Politik und Verwaltung.Der Umbau erfordert neben Ressourcen auch Innovation sowie Engagement. Diese können in der notwendigen Breite nur über eine Mobilisierung der Zivilgesellschaft erreicht werden. Gelingt es, den (interkommunalen) Dialog zwischen Bürgern, organisierter Zivilgesellschaft, Wirtschaft und kommunalen Entscheidungsträgern auszuweiten und fortzuführen, können Handlungsnotwendigkeiten erkannt und schrittweise umgesetzt werden. Hier befinden wir uns heute in einer paradoxen Situation: Einerseits sind Siedlungen in ländlichen Räumen von Leerstand betroffen oder bedroht, andererseits haben beispielsweise die Gruppender jungen Familien und der Senioren Schwierigkeiten, in diesen Siedlungen für ihre Bedürfnisse geeigneten Wohnraum und soziale und kulturelle Angebote zu finden. Risiken in der Entwicklung eines sanierungsbedürftigen Altbaus.

ZIELE KOMET

Das Projekt hat zum Ziel, in einem Modellraum mehrerer benachbarter Kommunen im UNESCO Biosphärenreservat Thüringer Wald und in dessen unmittelbaren Nachbarshaft, die in besonderem Maße von demografischen Veränderungen betroffen sind und sich momentan einem gemeinsamen Leerstand- und Brachflächenchecks unterziehen, einen innovativen Prozess zu initiieren, um den demografiefesten Umbau der Siedlungen und der Infrastruktur durch innovative Maßnahmen zu gestalten. Zum Projekt gehören die Mobilisierung von Bürgerschaft und Wirtschaft, die gemeinsame Entwicklung von verbindliche Konzepten für eine kommunenübergreifend abgestimmte nachhaltige Siedlungsentwicklung sowie die Entwicklung innovativer Instrumente und Maßnahmen zur Bewältigung des Umbaus. Grundlage für das Projekt werden u.a. die im Jahr 2015 und im ersten Quartal 2016 erfassten und aufbereiteten demografischen Daten sowie Flächen- und Raumpotentiale darstellen. Darüber hinaus wird die wissenschaftliche Projektbegleitung im Rahmen der Grundlagenermittlung weitere bereits vorliegende oder erfolgreich gestartete Aktivitäten im Modellgebiet, die in dieser Zielstellung entsprechen, zusammenstellen. Die Erkenntnisse, die während des Vorhabenszeitraumes gesammelt werden, sollen im Ergebnis über die Kommunen des

Modellraumes hinaus, in das Biosphärenreservat, in die Region, den Landkreis und den Freistaat Thüringen hineingetragen werden. Zudem wird ein bundesweiter Wissenstransfer angestrebt, um einen großen Mehrwert für ähnlich strukturierte ländliche Räume zu erreichen.

Der Transfer erfolgt über die Netzwerke der Verbundpartner und des assoziierten Partners wie z. B. das Biosphärenreservat und den Verband der Nationalen Naturlandschaften, die LEADER-RAG „Gotha, Ilm-Kreis, Erfurt“ und die LEADER-Vernetzungsstelle Thüringen, den Landkreistag Ilm-Kreis sowie die Regionale Planungsgesellschaft Mittelthüringen. Die Bauhaus-Universität Weimar sichert die Verbreitung und Verwertung der Erkenntnisse über ihre Lehr-, Forschungs- und Vortragstätigkeit ab.

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